Le Corbusier bereitete seine Projekte mit akribischen Recherchen vor. Sein Ideal war, als höchste Stufe des Schaffens, Ordnung herzustellen. Was ihn prägte, bewegte und begeisterte, zeigen ein neues Buch und eine Ausstellung.
17 seiner Bauten (in sieben Ländern auf drei Kontinenten) wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Doch diese bekannten Werke stehen im Buch „Le Corbusier. Die Ordnung der Dinge“ nicht im Fokus. Ziel des Buchs ist es vielmehr, den „Propheten“ der Moderne anhand seines künstlerischen Denkens und seinr Entwurfsphilosophie zu erklären.
Beides spielte bei Le Corbusier nämlich eine relevante Rolle. Jedes Projekt bereitete er – oft über Jahre hinweg – durch eine „geduldige Forschung“ akribisch vor: eine vertiefte Auseinandersetzung mit Themen, für die sich Le Corbusier mit Kultur-, Kunst- und Architekturgeschichte, Natur und den technischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen seiner Zeit beschäftigte.
Ergebnisse seiner intensiven Recherchen sind nicht nur architektonische Meilensteine, sondern auch unzählige Bücher sowie Abertausende Arbeitsskizzen, Zeichnungen und umfangreiche Objekt-Sammlungen – lauter Belege des lebenslangen Versuchs von Le Corbusier, als „höchste Stufe des Schaffens“ Ordnung herzustellen.
Diesen Weg begleitet das Buch mit einer Vielzahl an Abbildungen von Aquarellen über Collagen und Studien bis hin zu Gemälden genauso wie mit informativ-fundierten Texten von fachkundigen Autor:innen. Kapitel für Kapitel entsteht ein Überblick über das facettenreiche Schaffen von Le Corbusier, der zu „denjenigen Figuren der Moderne“ gehört, „die sowohl die Architektur als auch das Design und die Kunst des 20. Jahrhunderts prägten“.
Wer sich durch über 250 Seiten liest oder blättert, erfährt aber auch Überraschendes:
Teaserbild: © Poème de l'angle droit (Portfolio, Blatt 55), 1955 Lithografie 32 × 49 cm Fondation Le Corbusier, Paris © 2025, FLC/ProLitteris, Zurich
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